Afrika

Afrika auf dem Weg zu seinem eigenen Binnenmarkt

44 der insgesamt 55 Staaten Afrikas haben am 21. März 2018 das Gründungsabkommen für eine neue afrikaweite Freihandelszone unterzeichnet. Die Gründung des gemeinsamen Binnenmarktes schafft nicht nur den Großteil der Binnenzölle ab, sondern bringt auch Bürokratieabbau und eine Liberalisierung vieler Rechtsvorschriften. Wo eine Harmonisierung von Regeln nicht möglich ist, sollen einzelstaatliche Vorschriften auf der Grundlage der gegenseitigen Anerkennung weiterbestehen können. Einige Klärungen von Einzelfragen stehen aber noch aus, so etwa mit Blick auf Wettbewerbsregeln und das Außenverhältnis der Zone zu Dritt-staaten. All dies dürfte eine umfassende wirtschaftliche und politische Reformierung des Kontinents anstoßen. Langfristig dürfte die Freihandelszone einen sichtbaren Wachstumsschub für Afrika bringen. Der Güterhandel der afrikanischen Länder mit ihren eigenen Nachbarn ist bis dato aus verschiedenen Gründen deutlich unterentwickelt. Eine Rolle spielen unter anderem die ethnische, politische und damit auch wirtschaftliche Fragmentierung des Kontinents als Folge der Kolonialzeit und das Übergewicht von Rohstoffexporten nach Übersee. Der afrikanische Binnenhandel dürfte…