Bitcoin

Bitcoins – noch kein neuer sicherer Hafen

Nicht nur die Wirtschaftspresse, sondern auch einige große Finanzinstitute unterstützen derzeit die These, dass Bitcoins sich schon in Bälde als neuer sicherer Hafen etablieren werden bzw. dies bereits getan haben. Anlass für diesbezügliche Spekulationen waren die Ereignisse in Zimbabwe und Venezuela, die dazu geführt haben, dass lokale Investoren und sogar Sparer in die Kryptowährung geflüchtet sind. Doch wenngleich dies unbestreitbar der Fall war, sind Bitcoins deswegen noch lange nicht als sicherer Hafen zu bezeichnen. Ein sicherer Hafen, auch als Hartwährung beschrieben, ist laut Definition „eine Währung, deren Wechselkurs gegenüber anderen mittel- und langfristig stabil oder steigend ist, Hartwährungen zeichnen sich typischerweise auch durch geringe Inflation, sowie volle Konvertibilität und Fungibilität (leichte Vergleichs- und Austauschbarkeit) aus“. Kaum etwas davon trifft auf Bitcoins zu: ihr Wechselkurs ist weder lang- noch mittelfristig stabil, geschweige denn stabil steigend. Inflation ist zwar tatsächlich kein Problem (bislang), selbiges kann man über Konvertibilität und Fungibilität jedoch kaum…

Bitcoin etabliert sich im Finanzmarkt

Der Kursverlauf der Digitalwährung Bitcoin hat in den vergangenen Wochen erneut alle Erwartungen übertroffen. Trotz der Absage des SegWit2x Updates, das eine größere Blockgröße und damit auch eine erhöhte Transaktionskapazität ermöglicht hätte, steht der Bitcoin-Kurs aktuell bei über 9.000 USD. Damit hat sich der Kurs allein in den letzten zwei Monaten verdoppelt, seit Beginn des Jahres ist mittlerweile ein Plus von sage und schreibe 700% zu verzeichnen. Zuletzt verlieh dem Kurs vor allem auch die Meldung neuen Schwung, wonach eine der weltweit größten Börsen für Futures und Optionen, der Chicago Mercantile Exchange (CME), bereits im Dezember diesen Jahres einen Bitcoin-Future auf den Markt bringen will. Auch ihr Konkurrent, die ebenfalls in Chicago beheimatete Options-Börse CBOE Global Markets hat angekündigt, einen Bitcoin-Future anbieten zu wollen. Die finale Genehmigung beider Futures durch die amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) steht zwar zum jetzigen Zeitpunkt noch aus. Die CFTC hat Bitcoins aber bereits…

Spekulationsexzesse bei Bitcoin & Co.

  Der Bitcoin-Kurs ist seit 2012 um rund 45.000 Prozent gestiegen. 1.000 weitere Kryptowährungen entstanden. Alles deutet auf eine Blasenbildung hin. Blockchain hat das Potenzial, Geschäftsprozesse und Zahlungen sicherer, schneller und kostengünstiger zu machen. Ob und welche „Währungen“ sich langfristig durchsetzen werden, ist aber völlig unklar. Anleger sollten einen Bogen um Bitcoin & Co. machen. Die Preisentwicklung ähnelt eher einem Versteigerungsprozess denn fairer Preisbildung. Die Regulierung durch Aufsichtsbehörden dürfte eine Frage der Zeit sein.   Was ist eine Spekulationsblase? – Viele Kapitalmarktforscher und Nobelpreisträger haben sich an diesem Thema abgearbeitet, ohne ein brauchbares Frühwarnsystem entwickelt zu haben. Unseres Erachtens gibt es jedoch einige empirische Merkmale, die frühere Spekulationsblasen gekennzeichnet haben. Dazu gehören, dass eine Bewertung nach herkömmlichen Methoden nicht möglich ist, „dieses Mal alles anders ist“, Investoren euphorisch agieren und alle Außenstehenden den verpassten Kursgewinnen nachtrauern. In Bezug auf die Krypto-Währungen – allen voran Bitcoin – schlagen aus Investorensicht alle…

Bitcoin-Blase könnte kurz vor dem Platzen stehen, Aktienmärkte davon weit entfernt

Es wird viel darüber geschrieben, dass die aktuelle Zentralbankpolitik zu massiven Übertreibungen an den Kapitalmärkten führt. Für die Rentenmärkte trifft dies sicherlich zu. Wenn man sich jedoch die Aktienmärkte einzelner Länder, relevante Aktiensektoren, Gold und Immobilienmärkte betrachten kann man dies nicht feststellen. Im Vergleich zu früheren Übertreibungen an den Aktienmärkten verläuft die aktuelle Entwicklung fast noch moderat. Erst wenn man den Bitcoin mit berücksichtigt, sieht man, dass sich hier eine Blase entwickelt hat, die jederzeit platzen kann. Noch extremer ist die Entwicklung wenn man die Entwicklung des Bitcoin ab 2012 betrachtet. Die Kurssteigerungen zeigt eine  bisher noch nicht dagewesen Dimension. Die Gründe für den rasanten Anstieg des Bitcoin sind vielschichtig, maßgeblich aber getrieben von einer hohe Nachfrage bei einem engen und intransparenten Markt. Daneben dürften auch die wachsenden Zweifel über das aktuelle Geld- und Zentralbanksystem, dass bestimmt ist von einer stark steigenden Geldmenge und wachsender Staatsverschuldung, zu dem starken Interesse…