ESBies

ESBies kein Allheilmittel

Seit der Finanzkrise werden verschiedene Optionen diskutiert, wie der ausgeprägte Staaten-Banken-Nexus in der Eurozone durchbrochen werden kann. Dieser gilt als eine Hauptrisikoquelle dafür, dass Krisen im Finanzsektor auf die Staatsfinanzen sowie die gesamte Volkswirtschaft übergreifen können und umgekehrt. Eine 2011 entstandene Idee, diesen Nexus zu durchtrennen, wird aktuell wieder verstärkt diskutiert: die European Safe Bonds (ESBies). Hierbei handelt es sich um strukturierte Anleihen, die von einem privaten oder öffentlichen Emittenten oder auch einem Special Purpose Vehicle (SPV) begeben werden können. Der Emittent kauft gemäß eines bestimmten Schlüssels EWU-Staatsanleihen am Sekundärmarkt und bildet hieraus einen Aktiva-Pool. Finanziert wird der Kauf durch die Ausgabe von mindestens zwei verschiedenen Tranchen von Anleihen: den „sicheren“ Senior- (ESBies) und den „weniger sicheren“ Junior-Tranchen (EJBies). Die Hoffnungen der Befürworter von ESBies sind darauf gerichtet, mit den ESBies ein neues Segment sicherer Anleihen zu schaffen, das sich bislang im Wesentlichen noch auf Bundesanleihen beschränkt. Um den ESBies…