EWU

Der Ausblick für die Weltwirtschaft hat sich eingetrübt – Prognosen gesenkt

Auch wenn die Nachrichtenlage momentan gerade mal wieder eher durch Signale der Entspannung geprägt ist, so sind die geopolitischen Risiken weiter gestiegen. Durch das anhaltende „Hin und Her“ bei den zahlreichen Gefahrenstellen für die Konjunktur bedroht vor allem eine sichtbare Zurückhaltung bei der Investitionstätigkeit den Wachstumsausblick vieler Industrie- und Schwellenländer. Wir rechnen für dieses und das kommende Jahr nicht mehr mit einer Beschleunigung beim Wachstum der Weltwirtschaft. Auch die Inflationsprognosen haben wir teilweise etwas gesenkt. Der verschärfte Handelskonflikt und die weitere Zuspitzung der geopolitischen Risiken belastet weltweit das Wirtschaftsklima, auch wenn sich dies bisher regional erst in recht unterschiedlicher Ausprägung zeigt. Insgesamt dürften in den kommenden Monaten die anhaltenden Diskussionen und Auseinandersetzungen über Handelsbarrieren auf dem realwirtschaftlichen Sentiment lasten. Grundsätzlich wird ein Stimmungsrückgang in den Unternehmen und bei den privaten Haushalten eine Zurückhaltung bei der Investitionstätigkeit und eine etwas schwächere Dynamik beim Welthandel zur Folge haben. Für die meisten Industrieländer…

Haben die Frühindikatoren im Konjunkturzyklus ihren „Peak“ überschritten?

Das Jahr 2017 war für die wirtschaftliche Entwicklung des Euro-Raums sehr erfolgreich. Mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurde das stärkste Wachstum seit dem Jahr 2007 verzeichnet. Spiegelbild dieser Wachstumsstärke sind die gängigen umfragebasierten Frühindikatoren. So haben sich diese seit Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs allmählich verbessert und spätestens seit der zweiten Jahreshälfte 2016 zu einem Höhenflug angesetzt. Die tatsächliche Wachstumsdynamik haben sie am Ende wohl etwas überzeichnet. Dazu zählt zum einen der Indikator des sogenannten Wirtschaftsvertrauens. Diese Messzahl wird von der EU-Kommission für alle Mitgliedsländer der EU und der EWU auf Basis von nationalen Umfrage in den Bereichen Industrie, Dienstleistungen, Bau Einzelhandel und Konsumenten ermittelt und dann zu dem Barometer des Wirtschaftsvertrauens verdichtet. Zum anderen zählen dazu die Einkaufsmanagerindizes, die von dem privaten Umfrageinstitut IHS Markit erhoben werden und die Stimmungslage in den großen Unternehmen der Dienstleistungsbranche und des Verarbeitenden Gewerbes ermitteln. Diese beiden Stimmungsbarometer haben zum…