Fed

FOMC: Fed stellt Liquiditätsversorgung sicher

Die eindeutige Botschaft der US-Notenbank von gestern Abend lautet: Das aktuelle Leitzinsniveau ist angemessen. Die derzeitige geldpolitische Ausrichtung dürfte das Wirtschaftswachstum stärken und die Rückkehr zum Inflationsziel von 2% fördern. Vor diesem Hintergrund hat der geldpolitische Ausschuss der Fed bei seiner gestrigen Sitzung den Leitzinskorridor unverändert bei 1,5% bis 1,75% gelassen. Der Leitzinsentscheid ist einstimmig getroffen wurden. Dies war unisono von den Marktteilnehmern erwartet worden. Trotz des unveränderten Leitzinsniveaus wurden andere, wichtige geldpolitische Entscheidungen getroffen. So wurde der Zins für die Überschussreserven (Interest on Excess Reserves IOER) wie erwartet um fünf Basispunkte angehoben. Diese Anpassung ist in erster Linie als technische Maßnahme zu verstehen, damit die IOER und die effektive Fed-Funds-Rate in der Mitte des angestrebten Zinskorridors liegen. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass die Repo-Geschäfte mindestens bis April fortgesetzt werden und die T-Bill Käufe bis ins zweite Halbjahr. Die Notenbanker möchten sicherstellen, dass die Überschussreserven der Geschäftsbanken mindestens bei 1,5…

US Notenbank senkt Zinsen

Die US Notenbank folgte den Erwartungen und senkte mit ihrer jüngsten geldpolitischen Entscheidung den Leitzinskorridor auf 1,75% bis 2,0%. Erneut wurde diese Entscheidung nicht einstimmig getroffen. Der Zins für Überschussreserven (IOER) wurde um insgesamt 30 Basispunkte gesenkt. Diese geldpolitische Anpassung dürfte den jüngsten Verspannungen am Geldmarkt geschuldet sein. Insgesamt lässt sich jedoch schon seit geraumer Zeit feststellen, dass die IOER Aufwärtsdynamik entwickelt hat, weil die Marktteilnehmer ihre Liquidität in anderen Anlageformen parken (z.B. US-Bills) und nicht dem Geldmarkt zur Verfügung stellen. Auf der Pressekonferenz klang Fed-Chef Powell erneut recht optimistisch hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung. Insgesamt legt sich die Fed nicht fest. Die weitere Zinspolitik wird hauptsächlich von der Entwicklung der konjunkturellen Daten abhängen. Die Geschwindigkeit der Zinssenkungen ist also noch nicht festgelegt, sondern hängt von der Abwärtsdynamik der Daten ab.

Fed beugt sich nicht dem Diktat

US-Präsident Donald Trump hat zuletzt seine Kritik bezüglich der geldpolitischen Ausrichtung der US-Notenbank verschärft. Nachdem er sich zunächst nur unglücklich über die Fed-Politik zeigte, hat er nochmals nachgelegt und die Notenbank und deren Währungshüter als „verrückt“ bezeichnet. Mit den jüngsten Äußerungen geht der US-Präsident erneut eine Eskalationsstufe weiter. Nicht nur, dass Trump nun bedauere, dass er Powell zum Fed-Chef ernannt habe. Auf die Frage eines Journalisten, unter welchen Bedingungen er den Notenbankchef absetzen würde, antwortete Trump, dass er es nicht wüsste. Vor wenigen Wochen hatte er auf diese Frage noch die klare Antwort gegeben, dass er Powell nicht absetzen werde. Außerdem fordert Trump nun ganz offen niedrigere Leitzinsen. Die Macht des US-Präsidenten: Er bestimmt den Fed-Vorsitzenden Die wichtigste Frage, die sich die Finanzmarktteilnehmer stellen, ist die nach der Möglichkeit des US-Präsidenten, den Fed-Vorsitzenden seines Amtes zu entheben. Diese Frage gewinnt an Priorität, da Trump seit seiner Amtseinführung schon kräftig am…

Fed-Zinserhöhung im September – Powell ignoriert Trump-Kritik

Das gestern Abend europäischer Zeit veröffentlichte Protokoll der jüngsten Sitzung des geldpolitischen Rates der US-Notenbank („Minutes“) bestätigt im Gros die Meinung der Finanzmarktteilnehmer, dass die Fed auf Zinserhöhungskurs bleibt. So gaben die FOMC-Mitglieder zu Protokoll, dass ein weiterer Zinsschritt angebracht sei, wenn die wirtschaftlichen Daten den Einschätzungen der Währungshüter entsprechen. Außerdem gab es in den Minutes Anhaltspunkte, dass die Fed vor dem Hintergrund der soliden wirtschaftlichen Entwicklung, eines starken Arbeitsmarktes sowie der Erreichung des Inflationsziels auch mittelfristig und damit über den September-Horizont hinaus an ihren graduellen Leitzinserhöhungen festhalten wird. Nicht zuletzt haben die Fed-Oberen in Aussicht gestellt, dass sie die Beschreibung der geldpolitischen Ausrichtung ändern wollen. Mit weiteren Zinsanhebungen sei es schon bald nicht mehr angebracht, die Geldpolitik als akkommodierend zu bezeichnen. Die Fed-Funds-Futures implizieren mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90%, dass der Leitzinskorridor im September um 25 Basispunkte auf dann 2,0% bis 2,25% angehoben wird. Die Finanzmarktteilnehmer sind bezüglich…

Fed-Chef bestätigt aktuellen geldpolitischen Kurs

Die gestrige Anhörung des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell im Rahmen des halbjährlichen Berichts zur Geldpolitik vor dem Bankenausschuss des Senats war mit Spannung erwartet worden. In seiner Eröffnungsrede hat sich Powell bezüglich der konjunkturellen Entwicklung optimistisch gezeigt. Das solide Wachstumstempo im bisherigen Jahresverlauf basiere seiner Meinung nach auf mehreren Faktoren: Robuste Jobzuwächse, steigende Einkommen nach Steuern und Optimismus bei den Haushalten. Mit einem starken Arbeitsmarkt, einer Inflation nahe des Zwei-Prozent-Ziels sowie mit ausgeglichenen Risiken für den Wachstumsausblick sei der FOMC-Rat der Ansicht, dass weitere Leitzinserhöhungen der beste geldpolitische Weg seien – zumindest momentan. Dieser Einschub von Powell („for now“) kann dahingehend interpretiert werden, dass das geldpolitische Vorgehen nicht auf Autopilot steht. Leitzinserhöhungen werden demnach nicht zwangsläufig vorgenommen, sondern unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen. Interessanter als die vorbereitete Eröffnungsrede waren die Fragen der Senatoren sowie die Antworten von Powell. Etliche Fragen kamen zu den möglichen Auswirkungen des Handelskonflikts. Diesbezüglich hat der Vorsitzende…

US Notenbank hat keinen Grund zur Eile

Wie nahezu einhellig von den Marktteilnehmern erwartet, hat die Fed gestern Abend den Leitzinskorridor bei 1,50% bis 1,75% unverändert gelassen. Die Erläuterungen zum Zinsentscheid, die Auskunft über den weiteren geldpolitischen Kurs geben sollen, wurden gegenüber der letzten Sitzung im März nur leicht angepasst. Einige Marktteilnehmer hatten damit gerechnet, dass die Notenbank angesichts der guten konjunkturellen Entwicklung und des zuletzt gestiegenen PCE-Deflators – das präferierte Inflationsmaß der Fed – ihr Wording deutlich verschärfen und nun vor Inflationsgefahren warnen wird. Dies hat sich aber nicht bewahrheitet. Was die Indikation bezüglich einer Leitzinserhöhung im Juni betrifft, so gab es im gestern veröffentlichten Zinskommuniqué kaum neue Hinweise. Die Fed nahm zwar zur Kenntnis, dass die Konsumtätigkeit im ersten Quartal gegenüber dem vierten Quartal 2017 nachgelassen habe. Die Unternehmensinvestitionen setzten jedoch ihren kräftigen Anstieg fort. Die mittelfristigen Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick seien daher ungefähr ausgeglichen. Die Inflation sei zuletzt angestiegen und erreiche nun das…

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