Frankreich

Macron gewinnt – Frankreich und der Euroraum stehen vor einem Wandel

Die französische Bevölkerung ist konsequent. Nach dem klaren Sieg in der Präsidentschaftswahl gewinnen Macron und seine Partei im Parlament die absolute Mehrheit. Damit hat Emmanuel Macron nun alle Möglichkeiten seine politische Visionen von einem modernen Frankreich politisch umzusetzen. Politisch steht ihm nun nichts mehr im Weg, die Opposition wird auf der Strasse stattfinden in Form von lautstarken Protesten. Jedoch auch hier scheint die Einsicht, dass sich etwas ändern muß in Frankreich langsam zu steigen. Das Risiko ist jedoch auch klar: wenn es den Menschen in fünf Jahren nicht besser geht, wird Macron wohl wieder abgewählt werden und extremen Ideen eine Chance gegeben. Mit dem Sieg Macrons in Frankreich dürfte die Achse Frankreich Deutschland wieder an Kraft und Dynamik gewinnen. Davon sollte der gesamte Euroraum profitieren. Jedoch wird die Diskussion um mehr Vergemeinschaftung im Euroraum an Fahrt gewinnen. Die deutsche Bundesregierung wird diesen Trend kaum noch aufhalten können. Jetzt geht es…

Frankreich: Macron sendet positive Signale an die Republikaner und Deutschland

Der neue französische Staatspräsident Macron hat den Republikaner Édouard Philippe zum Chef seiner Regierung ernannt. Der bisherige Bürgermeister von Le Havre genoss zwar wie Macron eine Ausbildung an der Kaderschmiede ENA, ansonsten bleibt sich Macron mit der Entscheidung treu, eher einem politisch unbeschriebenen Blatt zu vertrauen und nicht auf einen Insider des Pariser Politgeschäfts zu setzen. Die Wahl Philippes ist insofern eine richtungsweisende Entscheidung, als dass Macron hiermit ein klares Zeichen an die Republikaner sendet, mit Ihnen nach der Parlamentswahl im Juni zusammenarbeiten zu wollen. Die Wahl Philippes hat überdies außenpolitisch Bedeutung, da der neue Premier lange in Deutschland lebte und auch die Sprache fließend beherrscht. Dies dürfte somit als Zeichen an Berlin verstanden werden, dass Macron tatsächlich stark auf eine Zusammenarbeit mit der Bundesregierung setzt.

Macron gewinnt und Europa atmet auf – Risiken bleiben

Der neue französische Präsident heißt Emmanuel Macron. Europa kann vorerst aufatmen, denn in den zentralen politischen Fragen steht er für einen gemäßigten Kurs. Der bei einer Wahl Le Pens befürchtete rasche Niedergang und das teils ausgerufene Auseinanderbrechen des Euro fällt damit vorerst aus. Doch die Erleichterung Europas und die Freude des Gewinners dürften nur kurz anhalten. Der neue Hausherr im Élysée-Palast wird von Beginn an unter Druck stehen, der offensichtlichen Spaltung des Landes entgegenzuwirken. Längerfristig besteht außerdem das Risiko, dass sich Macron ohne eigene Hausmacht in der französischen Nationalversammlung mit seinen Vorhaben nicht durchsetzen kann und somit die Wende in Frankreich nicht gelingt. Dann könnte Le Pen in fünf Jahren einen neuen Versuch mit vielleicht höheren Siegchancen wagen. Somit wird sich noch zeigen, ob Macron nicht unter dem Strich nur den Weg für Le Pen bereitet hat. So sehr die deutsche Regierung einer Zusammenarbeit mit Macron heute positiv entgegenblicken kann,…

Inflationsrate im Euroraum: Ostern wirft seine Schatten voraus

Nachdem die Inflationsrate in der EWU (Harmonisierter Verbraucherpreisindex HVPI) im Februar auf den Wert 2,0 Prozent angestiegen war, ist sie im März gemäß der Schnellschätzung relativ deutlich auf 1,5 Prozent zurückgegangen. Eine wichtige Rolle haben erneut die Energiepreise gespielt, die sich im Vorjahresvergleich um 7,3 Prozent erhöht haben. Im Februar lag die Preissteigerungsrate hier noch bei 9,3 Prozent. Der preissteigernde Ölpreiseffekt verliert weiter an Stärke. Auch die Preise für Nahrungsmittel zogen weniger stark an als zuvor. Deutlich schwerer dürfte im März das Osterfest zu Buche geschlagen haben: Die Osterfeiertage fallen in diesem Jahr auf den Monat April und nicht auf März wie im Jahr 2016. Dies hat dazu geführt, dass die Jahresrate der Preise für Dienstleistungen im März relativ klar nachgegeben hat; sie rutschte von 1,3 Prozent auf 1,0 Prozent ab. Diese deutliche Veränderung bei den Dienstleistungen ist aber nicht ungewöhnlich in Jahren, in denen das Osterfest nicht auf denselben…

Inflationsdynamik im Euroraum sinkt im März, Inflation bleibt aber Thema

Nachdem die Inflationsrate in der EWU (Harmonisierter Verbraucherpreisindex HVPI) im Februar auf den Wert 2,0 Prozent angestiegen war, ist sie im März gemäß der Schnellschätzung relativ deutlich auf 1,5 Prozent zurückgegangen. Eine wichtige Rolle haben erneut die Energiepreise gespielt, die sich im Vorjahresvergleich um 7,3 Prozent erhöht haben. Im Februar lag die Preissteigerungsrate hier noch bei 9,3 Prozent. Der preissteigernde Ölpreiseffekt verliert weiter an Stärke. Auch die Preise für Nahrungsmittel zogen weniger stark an als zuvor. Deutlich schwerer dürfte im März das Osterfest zu Buche geschlagen haben: Die Osterfeiertage fallen in diesem Jahr auf den Monat April und nicht auf März wie im Jahr 2016. Dies hat dazu geführt, dass die Jahresrate der Preise für Dienstleistungen im März relativ klar nachgegeben hat; sie rutschte von 1,3 Prozent auf 1,0 Prozent ab. Diese deutliche Veränderung bei den Dienstleistungen ist aber nicht ungewöhnlich in Jahren, in denen das Osterfest nicht auf denselben…

Frankreich: Immobilienmarkt kommt im Zinstief auf Touren

Der Ende der 90er Jahre einsetzende Boom an vielen Immobilienmärkten hat das Bewertungsniveau in Frankreich kräftig in die Höhe getrieben. Binnen zehn Jahren legten die Kaufpreise für Häuser und Wohnungen um rund 150 Prozent zu. Mit dem Ausbruch der globalen Finanzmarktkrise kam es zu einem Rücksetzer, nicht aber zu einer größeren Korrektur, wie etwa in Spanien oder Irland. Im Zuge fallender Zinsen drehte der Markt rasch wieder ins Plus. Ende 2011 wurde der bisherige Höchststand der Preise erreicht. Danach begannen die Preise trotz weiter sinkender Zinsen abzubröckeln. Die Nachfrage erodierte aufgrund der auf weit unter einem Prozent im Jahr abgebremsten gesamtwirtschaftlichen Wachstumsrate und der deshalb in den zweistelligen Bereich gekletterten Arbeitslosenquote. Von 2012 bis 2015 sanken die Preise moderat um insgesamt 8 Prozent. Inzwischen steigen sie wieder; das Tempo ist jedoch verhalten. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass der Markt kräftig an Fahrt aufgenommen hat. So erreichen die Verkaufszahlen für…

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