Geldpolitik

Pause bestätigt

Die US-Notenbank hat bei ihrem letzten geldpolitischen Treffen in diesem Jahr den Leitzinskorridor unverändert gelassen und die von uns erwartete Pause im aktuellen Leitzinszyklus bestätigt. Die wirtschaftlichen Aussichten wurden als solide bezeichnet. Insbesondere der Arbeitsmarkt sei robust. Das Fed Pressestatement wurde im Vergleich zur letzten Sitzung – wie üblich – nur wenig verändert. Die Fed gab zu Protokoll, die Aussichten für Wirtschaft und Inflation, einschließlich der globalen Entwicklungen,weiterhin genau zu beobachten. Der Satz, dass es Unsicherheiten über den wirtschaftlichen Ausblick gebe, wurde hingegen gestrichen. Das aktuelle Leitzinsniveau sei angemessen. Das jüngste Statement ist damit leicht optimistischer als das vorangegangene Kommuniqué. Spannend waren erneut die Zinserwartungen der Fed-Mitglieder, die im sogenannten Dot-Plot abgebildet sind. Im September deuteten die Projektionen der einzelnen FOMC-Mitglieder darauf hin, dass die Zinspause bis ins Jahr 2021 anhalten werde und dann eine Straffung der geldpolitischen Zügel auf der Agenda stehe. An dieser Botschaft haben die Währungshüter festgehalten,…

Geldpolitik: die großen Vier

Die Aussichten für die Entwicklung der Weltkonjunktur haben sich in den zurückliegenden Monaten zusehends eintrübt. Dies wird unter anderem mit Blick auf das vom ifo-Institut veröffentlichte Weltwirtschaftsklima deutlich. Das Stimmungsbarometer ist bereits zum vierten Mal in Folge gefallen und deutet auf eine an Schwung verlierende Weltwirtschaft hin. Angesichts der zahlreichen globalen Unsicherheitsfaktoren ist die schlechte Stimmungslage grundsätzlich nicht verwunderlich. So ist der bereits seit geraumer Zeit währende Handelsstreit zwischen China und den Vereinigten Staaten nach wie vor nicht gelöst. Zudem ist zu befürchten, dass die US-Regierungsvertreter kurz davor stehen, eine weitere Front im Handelskonflikt zu eröffnen. Ein Bericht des US-Handelsministeriums deutet darauf hin, dass die Einführung von Strafzöllen auf Automobilimporte aus Europa erwogen werden könnte. Ein weiterer Faktor, der die weltweiten Konjunkturperspektiven derzeit belastet, ist die Unsicherheit über den Fortgang der Brexit-Verhandlungen. Angesichts des tief zerstrittenen britischen Parlaments und des bedrohlich näher rückenden Austrittsdatums (29. März) sind die Marktteilnehmer in…