HVPI

EWU-Inflationsrate steigt moderat – aber mehr als gut ein Prozent ist nächstes Jahr nicht drin

Die Schnellschätzung für die Inflationsrate in der EWU für den November hat heute den Anstieg der Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr auf +0,6 Prozent beziffert. Das ist wieder ein kleines Stück mehr als im Vormonat und zudem der sechste Monat in Folge, im dem die Inflationsrate im positiven Bereich gelegen hat. Maßgeblichen Anteil an der höheren Inflationsrate hat, wie zu erwarten war, die Preisentwicklung im Bereich Energie. Die europäischen Verbraucher mussten für Energie nur noch -1,1 Prozent weniger bezahlen als ein Jahr zuvor. Dieser dämpfende Effekt, der zu großen Teilen auf die Entwicklung des Rohölpreises in den letzten zweieinhalb Jahren zurückzuführen war, verliert zusehends an Stärke. In der Spitze belief sich der Preisrückgang für Energie in diesem Jahr auf -8,7 Prozent. Der Preisauftrieb bei den anderen Komponenten im Warenkorb blieb aber im November wie schon in den Vormonaten moderat. Nahrungs- und Genussmittel verteuerten sich auf Jahresbasis um +0,7 Prozent, industrielle Güter…

EWU-Inflationsrate steigt im September – Basiseffekt vom Ölpreis läuft aus

Im September ging es für die Inflationsrate im Währungsgebiet ein deutliches Stück nach oben. Sie stieg gemäß der Schnellschätzung von Eurostat deutlich von +0,2 Prozent auf +0,4 Prozent. Obwohl der Anstieg der Inflationsrate ganz im Sinne der EZB sein dürfte, zeigt ein Blick auf die einzelnen Unterkomponenten, dass die steigenden Verbraucherpreise kaum durch die extrem expansive Geldpolitik der Zentralbank angetrieben wurden. Vielmehr liegt es an den immer schwächer wirkenden negativen Auswirkungen der Preise für Energie und Energiegüter, die maßgeblich durch den lange Zeit niedrigen Ölpreis bestimmt wurden. Im September belief sich der Rückgang in der Unterkomponente Energie auf „nur noch“ auf -3,0 Prozent. Im Februar und März lag die Preisermäßigung bei Energie noch bei jeweils -8,7 Prozent. Der Preisauftrieb bei den anderen Gütern und Dienstleistungen bleibt dagegen allenfalls moderat, denn die Kernrate ohne die Bereiche Nahrungsmittel und Energie lag unverändert bei +0,8 Prozent. Auf Länderebene zogen die Inflationsraten im September…

EWU-Inflationsrate im August nur leicht positiv- Was kann die EZB noch bewirken

Nachdem die Inflationsrate im Euro-Raum (EWU) in den letzten Monaten an der Nulllinie oder knapp darunter lag, befindet sie sich seit Juni wieder im positiven Bereich. Im August verteuerten sich die Verbraucherpreise sie gemäß der Schnellschätzung von Eurostat gegenüber dem Vorjahr um +0,2 Prozent. Damit verharrte der Preisanstieg auf Vormonatsniveau. Der Blick auf die Teilbereiche des Warenkorbs zeigt, dass sich am Trend der letzten Monate kaum etwas geändert hat. Nach wie vor wird die Inflationsrate durch die Energiepreise gedrückt, die Rückschläge verlieren aber an Stärke. Der Preisauftrieb bei den anderen Gütern und Dienstleistungen ist moderat und war nur leicht schwächer als im Juli. Er reicht aber weiter aus, um die Inflationsrate im positiven Terrain zu halten. Allerdings geht es wenn überhaupt nur in Trippelschritten voran. Die Kerninflation, also die Teuerungsrate ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel lag im August bei +0,8 Prozent, und war damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Juli….

EWU-Inflationsrate im Juni wieder positiv – bleibt es dabei?

Nachdem die Inflationsrate der Europäischen Währungsunion (EWU) in den letzten Monaten an der Nulllinie oder knapp darunter vor sich hin dümpelte, ist sie im Juni leicht angestiegen und hat den negativen Bereich verlassen. Nach stagnierenden Verbraucherpreisen im Vormonat liegt die Jahresrate im Juni bei +0,1 Prozent. Die niedrigeren Energiepreise, die im Jahresvergleich um -6,5 Prozent im Juni nachgaben, wirken weiter senkend auf die Verbraucherpreise. Sie schlagen aber weniger stark zu Buche als noch am Jahresanfang. Dass die Inflationsrate der EWU den negativen Bereich verlassen konnte, hat sich schon in den vorläufigen Länderergebnissen angedeutet. In Deutschland stieg die Inflationsrate, gemessen am europaweit Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) von 0,0 auf 0,2 Prozent und in Frankreich von 0,1 auf 0,3 Prozent. Weiterhin negativ, aber höher als im Vormonat, blieb der HVPI in Spanien. Er kletterte von -1,1 auf -0,9 Prozent. In Italien blieb die Inflationsrate dagegen unverändert bei -0,3 Prozent. Der Preisauftrieb bei den…

EWU-Inflationsrate im Mai 2016 bei -0,1 Prozent: Belastung durch Energiepreise sinkt langsam, sonstiger Preisauftrieb nur moderat

Die Inflationsrate für die Europäische Währungsunion ist im Mai leicht angestiegen, von nachhaltig steigenden Verbraucherpreisen kann aber noch lange keine Rede sein. Nach -0,2 Prozent im Vormonat liegt die Jahresrate gemäß der Schnellschätzung im Mai bei -0,1 Prozent. Fast schon wie gewohnt belastete der niedrige Ölpreis die Inflationsrate. Im Teilsegment Energie verbilligten sich im Jahresvergleich die Preise um -8,1 Prozent. Dies ist allerdings der geringste Preisrückgang im Bereich Energie seit 3 Monaten. Allmählich wirkt sich die moderate Erholung des Ölpreises seit Jahresbeginn auch auf die Verbraucherpreise aus. Der Preisauftrieb bei den anderen Komponenten blieb im Mai weiter verhalten. Dienstleistungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 1,0 Prozent nach 0,9 Prozent im Mai. Bei Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak steigen die Preise im Jahresvergleich um 0,8 Prozent genauso wie im Vormonat. Und nichtindustrielle Güter ohne Energie verzeichneten einen Preisanstieg von 0,5 Prozent. Diese Entwicklungen waren nicht stark genug, dass die Inflationsrate der EWU…