Inflation

Inflationsrate im Euroraum bei 2,0% – binnenwirtschaftlicher Preisdruck bleibt gering

Die Schnellschätzung für die Entwicklung der Verbraucherpreise im November wies für den Euroraum eine Inflationsrate von 2,0% aus. Sie fiel damit 0,1 Zähler niedriger aus als im Vormonat. Die Preise für Energie im Warenkorb der Verbraucher zogen mit 9,1% erneut kräftig an, wenngleich nicht mehr ganz so stark wie noch im Oktober, als sie um 10,7% zulegten. Auch der Preisauftrieb im Bereich der Nahrungsmittel fiel auf hohem Niveau etwas gemäßigter aus. Schwächer zeigte sich indes die Erhöhung bei den Dienstleistungen. Somit liegt die Inflationsrate nun seit sechs Monaten über dem Inflationsziel der EZB von „nahe, aber unter 2%“. Der binnenwirtschaftliche Inflationsdruck bleibt in der EWU jedoch verhalten. Dies verdeutlicht der Blick auf die Kernrate, die die volatileren Preiskomponenten der unverarbeiteten Nahrungsmittel und Energiegüter ausklammert: Sie ging im November von 1,2% auf 1,1% zurück. Für einen stärkeren Inflationsdruck müsste die Kernrate deutlich kräftiger und dauerhaft zulegen. Davon ist aber nach wie…

Inflationsrate im Euro-Raum steigt auf 2,1 Prozent

Die Inflationsrate im Euro-Raum lag im September gemäß der Eurostat- Schnellschätzung bei 2,1 Prozent, nach 2,0 Prozent im August. Damit bleibt sie nun schon den vierten Monat in Folge über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von „nahe, aber unter zwei Prozent“. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass der binnenwirtschaftliche Preisdruck weiterhin schwach ist. Die Kernrate, also die Messzahl ohne die Preise für unverarbeitete Nahrungsmittel und Energiegüter, ging im September sogar wieder leicht zurück. Für den Anstieg der Gesamtinflation sorgten dagegen die üblichen Verdächtigen, also die Preise für Energiegüter sowie die Nahrungsmittelpreise. Auf Länderebene verhielt sich die nach europäischen Maßgaben ermittelte Inflationsrate HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) unterschiedlich. Gemäß den vorliegenden nationalen Schnellschätzungen zog die Jahresrate der Verbraucherpreise in Deutschland von 1,9 auf 2,2 Prozent an. In Italien blieb sie mit 1,6 Prozent unverändert. In Frankreich und Spanien ging sie hingegen jeweils leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 bzw. 2,2 Prozent zurück. Dass…

Verbraucherpreise im Euroraum: Ölpreis und Nahrungsmittel halten Inflation bei 2,0 Prozent

Die heutige Schnellschätzung für die Entwicklung der Verbraucherpreise im August wies eine Inflationsrate von 2,0 Prozent für den Euro-Raum aus. Sie fiel damit -0,1 Zähler niedriger aus als im Vormonat. Die Preise für Energie im Warenkorb der Verbraucher zogen erneut kräftig an, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie noch im Juli. Auch der Preisauftrieb im Bereich der Nahrungsmittel fiel auf hohem Niveau etwas gemäßigter aus.  Schwächer zeigte sich der Preisauftrieb bei den industriellen Gütern und Dienstleistungen. Die Inflationsrate liegt nun seit vier Monaten dicht am Inflationsziels der EZB von „nahe aber, aber unter zwei Prozent“. Ist damit das Ziel erreicht? Eher nein! Der binnenwirtschaftliche Inflationsdruck bleibt in der EWU trotz der stabilen Konjunkturlage weiter verhalten. Dies zeigt nicht zuletzt die Kernrate, die die volatileren Preiskomponenten der unverarbeiteten Nahrungsmittel und Energiegüter ausklammert. Sie ging im August von 1,3 Prozent auf 1,2 Prozent zurück. Zum Erreichen des Inflationsziels müsste die…

Inflationsschub in Japan vom Jahresbeginn beruht auf Sonderfaktoren

Die jüngste Inflationszahl in Japan von +1,4 Prozent im Januar markiert den höchsten Jahresanstieg der dortigen Verbraucherpreise seit März 2015, dem letzten Monat, der wegen der vorangegangenen Mehrwertsteueranhebung vom Frühjahr 2014 statistisch nach oben verzerrt war. Seiher belief sich die durchschnittliche monatliche Teuerungsrate in Japan nur auf +0,2 Prozent. Für 2017 hat das Land immer noch eine Inflation von lediglich +0,5 Prozent verzeichnet, und erst im vergangenen Dezember stand bei der Inflationsrate erstmals seit langem wieder eine „eins“ vor dem Komma. Kommt Japan damit allmählich aus seiner Deflationskrise heraus? Unsere Antwort fällt hier weiter eher skeptisch aus. Bei der Bewertung der jüngsten Zahl ist nämlich zu bedenken, dass sie vor allem auf verteuerte Energieimporte und aktuell deutlich teurere frische Lebensmittel wie Obst, Fisch und Gemüse zurückgeht. Beides sind Gütergruppen, die preislich volatil auf Einflüsse von außen, wie etwa die OPEC-Politik oder das Wetter, reagieren und daher ihre Richtung auch durchaus…

EWU-BIP in Q4 auf breiten Schultern!

Das Wirtschaftswachstum des Euro-Raums im ersten Quartal 2017 belief sich gemäß der Schnellschätzung auf +0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit konnte die Dynamik gegenüber dem Vorquartal mit einem Zuwachs von +0,7 Prozent zwar nicht ganz gehalten werden, dennoch ging insgesamt ein starkes Jahr 2017 zu Ende. Das Wirtschaftswachstum für das Währungsgebiet belief sich in der Summe auf 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist das kräftigste Ergebnis seit dem Jahr 2007! Wie für die meisten Einzelländer wurden von Eurostat aber noch keine Details bekanntgegeben. Die Konjunkturperspektiven für den Euro-Raum stellen sich damit zum Jahresbeginn 2018 sehr positiv dar. Die Wirtschaft des Euro-Raums nimmt ordentlich Schwung mit in das noch junge Jahr 2018. Untermauert wird dies auch durch den von uns berechneten DZ BANK Euro-Indikator. Der Frühindikator für die Konjunktur im Euro-Raum ist im Januar 2018 um +0,2 Prozent angestiegen. Er steht nunmehr bei 101,6 Punkten, das ist +2,2 Prozent höher…

Inflationsrate im Euroraum ohne Bewegung – EZB Ziel bleibt unerreicht

      Im September blieb die Inflationsrate im Euro-Raum nach vorläufigen Berechnungen mit +1,5 genauso hoch wie im Vormonat. Auf Länderebene zeigt die Teuerungsrate der Verbraucherpreise ebenfalls nur wenig Bewegung. In den kommenden Monaten dürfte die Inflationsrate in der Tendenz sogar leicht schwächer tendieren. Der binnenwirtschaftliche Lohndruck bleibt allenfalls moderat und das höhere Wechselkursniveau des Euro zum US-Dollar dürfte über niedrigere Importpreise den Preisdruck gedämpft halten, auch bei den Energieimporten. In den großen Mitgliedsländern der EWU, die ebenfalls eine Schnellschätzung für den September vorgelegt haben, war die Entwicklung der Inflationsrate unspektakulär. Die deutschen Verbraucherpreise stiegen gemäß der europäisch harmonisierten Berechnungsmethode (Harmonisierter Verbraucherpreisindex HVPI) gegenüber dem Vorjahresmonat um +1,8 Prozent. Damit war die Inflationsrate genauso hoch wie im August. In Frankreich erhöhte sich die Inflationsrate auf niedrigerem Niveau von +1,0 auf +1,1 Prozent. In Italien ging sie leicht um 0,1 Prozentpunkte auf +1,3 Prozent zurück, genauso wie in Spanien, wo…

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