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Japans Wirtschaft im zweiten Quartal im Corona-Tief

  Die japanische Wirtschaft hat im zweiten Quartal schwere Wachstumseinbußen erlitten. Die Wirtschaftsleistung sank vorläufigen Meldungen zufolge um 7,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal und ist damit das dritte Mal in Folge gesunken. Die Corona-Pandemie, die im April und Mai die Ausrufung des nationalen Notstands ausgelöst hatte, hat damit nun zu einem noch stärkeren Konjunkturrückschlag geführt als die letzte globale Finanzkrise von 2009. Dass vor allem der private Konsum im letzten Quartal stark zurückgefallen ist (-8,2 % Q/Q), war angesichts der Anti-Corona-Restriktionen zu erwarten gewesen. Viele Geschäfte waren ja zumindest temporär geschlossen, die Unternehmen hatten Produktionsstopps verkündet und die Arbeitslosigkeit war im Mai auf den höchsten Stand in drei Jahren geklettert. Die Konsumunlust war auch deutlich in den Sentiment-Indikatoren der Wirtschaft ablesbar gewesen. Eindeutig enttäuschend ist allerdings der Umstand, dass auch der Staatsverbrauch im zweiten Quartal negativ war (-0,3 % Q/Q). Hier hätte man erwarten können, dass die expansiven Maßnahmen der…

Rezession in Japan – Tiefpunkt noch nicht erreicht

Die japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2020 um -0,9 Prozent zum Vorquartal etwas weniger stark geschrumpft als erwartet. Nach -1,9 Prozent im Endquartal 2019 liegt damit in Japan aber erstmals seit vier Jahren wieder eine „technische Rezession“ mit zwei negativen Quartalen in Folge vor. Während im Endquartal 2019 noch die Anhebung der Mehrwertsteuer die gesamtwirtschaftliche Nachfrage einbrechen ließ, ist es nun die Corona-Krise, die im ersten Quartal immer stärker zum Tagen gekommen ist und negativ auf die Konjunktur wirkt. So ging der Privatkonsum um insgesamt -0,7 Prozent zum Vorquartal zurück, wobei die Minusraten in Dienstleistungsbereichen wie dem Gaststätten- und Beherbergungswesen sowie dem Einzelhandel unter dem Eindruck der Corona-Pandemie noch deutlich stärker einbrachen. Auch Investition und Produktion der Unternehmen litten stark unter den Einschränkungen, die zu Jahresbeginn vor allem aus dem Lockdown in China und den unterbrochenen globalen Lieferketten resultierten. Die privaten plus staatlichen Anlageinvestitionen gingen in Japan insgesamt um…

Japans Wirtschaft mit starkem Abwärtsschwung

Die japanische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2019 mit -1,6 Prozent (Q /Q) deutlich stärker geschrumpft als erwartet. Dass die Gesamtnachfrage sinken würde, war wegen der Mehrwertsteueranhebung zum 1. Oktober 2019 unvermeidbar. Aber nun ist trotz aller Maßnahmen der Regierung zur Abfederung des Mehrwertsteuerschocks die heftigste Minusrate seit fünfeinhalb Jahren gemeldet worden. Allein der Konsum sank am Jahresende um fast 3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Dämpfende Wirkung hatten aber nicht nur die höhere Verbrauchssteuer, sondern auch die Taifune im letzten Oktober. Dabei waren der November und Dezember unerwartet warm, sodass Winterkleidung in den Regalen der Einzelhändler blieb und für Umsatzausfälle sorgte. Japans Exporte wiederum waren im Zuge schwächerer Nachfrage aus China ebenfalls rückläufig, ebenso die Investitionen der Unternehmen. Für das Gesamtjahr 2019 steht jetzt ein gesamtwirtschaftlicher Zuwachs von 0,8 Prozent zu Buche. Die Sorge wächst, dass Japan vorerst im „Schrumpfungsmodus“ verharren könnte. Die Abwärtsrisiken sind durch den Coronavirus jedenfalls deutlich gestiegen….

Japanisches Wachstum enttäuscht im dritten Quartal – Fiskalpaket angekündigt

Japans Wirtschaft hat im dritten Quartal nur ein mageres Wachstum von 0,1% gegenüber dem leicht hochrevidierten Vorquartal gezeigt und damit die Markterwartungen enttäuscht. Auf eine Jahresrate hochgerechnet, ergab sich im dritten Quartal lediglich ein Zuwachs von 0,2%. Vor allem die Konsumenten, die eigentlich genügend Anreize gehabt hätten, im Vorfeld der Mehrwertsteueranhebung vom 1. Oktober 2019 (von 8 auf 10%) vermehrt Käufe von teureren Gebrauchsgütern zum alten Mehrwertsteuersatz zu tätigen, hielten sich zurück und dehnten ihren Konsum mit nur 0,4% gegenüber dem zweiten Quartal deutlich schwächer aus als erwartet. Eine wichtige Rolle bei der enttäuschenden Konsumtätigkeit mag ein Sondereffekt gespielt haben: die Taifunsaison. Sie hat dieses Jahr besonders heftige Niederschläge gebracht, und die Wetterbedingungen für „Einkaufstouren“ waren entsprechend widrig. Zudem hat das Wegbleiben vieler südkoreanischer Touristen infolge der aktuellen politischen Spannungen zwischen beiden Ländern die Umsätze im japanischen Dienstleistungssektor belastet. Auch im Hinblick auf den Außenhandel hat Japans Wirtschaft zuletzt gelitten….

Japan: überraschend hohes Wirtschaftswachstum im Frühjahr

Japans jüngste Zahlen zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum sind unerwartet positiv ausgefallen: Die Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 0,4% gegenüber dem Vorquartal, das seinerseits nochmals nach oben revidiert worden ist von 0,5 auf nun 0,7% (Q/Q). Dies kam überraschend, nachdem die meisten Stimmungsindikatoren wie etwa das Konsumklima und das im Tankan-Index der Notenbank gemessene Sentiment bei den Unternehmen zuletzt auf fortgesetzter Talfahrt waren. Dennoch hat der Konsum im zweiten Quartal um immerhin 0,6% (Q/Q) zugelegt, und auch die Investitionstätigkeit war nicht so schlecht: Die Bruttoanlageinvestitionen wuchsen um 1,2% (Q/Q). Immerhin hat auch der Staat im abgelaufenen Quartal seine Konsum- und Investitionsausgaben etwas erhöht und so zu dem überraschend hohen Gesamtwachstum vor der Jahresmitte beigetragen. Der Außenhandel hat jedoch insgesamt etwas Wachstum gekostet. Die Exporte haben vom Volumen her leicht abgenommen; dass es aber hier insgesamt „nur“ zu einem Minus von 0,1% kam, ist angesichts der zeitweise zweistelligen Einbrüche vom Frühjahr bei…

Oberhauswahlen in Japan: Abe verpasst die Zweidrittelmehrheit

Japans Premier Shinzo Abe und seine liberaldemokratische LDP haben ihr Ziel verpasst, bei den Wahlen zum Oberhaus, der zweiten Kammer des japanischen Parlaments, zusammen mit ihrem Koalitionsparter Komeito eine Zweidrittelmehrheit zu erzielen. Die Regierung verfügt einschließlich der Sitze, die diesmal nicht zur Neuwahl standen, nun über 141 der 245 Sitze. Selbst mit den Stimmen der konservativen „Erneuerungspartei“, die nun auf 16 Sitze kommt, wäre die Zweidrittelmehrheit von 164 verfehlt. Damit muss sich Abe von seinem lange gehegten Plan, eine Änderung der pazifistischen Verfassung herbeizuführen, wohl verabschieden. Nach den Statuten seiner Partei muss Abe in zwei Jahren den LDP-Vorsitz und damit auch das Amt des Regierungschefs abgeben. Vielleicht ist das Ergebnis der jüngsten Oberhauswahl ja auch die Chance dafür, dass der Zeit bis 2021 die außenpolitischen Themen und die Diskussion über den Charakter der japanischen Streitkräfte nicht an Übergewicht in der Regierungsarbeit gewinnen, zu Lasten wichtiger Wirtschaftsthemen. Immerhin ist das Reformprojekt…

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