Mexiko

Mexiko: Linksrutsch nach der Präsidentenwahl

Bei den Präsidentschaftswahlen in Mexiko ist der linksgerichtete frühere Bürgermeister von Mexiko Stadt, Andres Manuael Lopez Obrador, mit großer Mehrheit gewählt worden und wird ab 1. Dezember für sechs Jahre die Geschicke des Landes maßgeblich bestimmen. Zugleich wurde für die kommenden drei Jahre das Parlament neu gewählt, wo seine „Morena“-Bewegung zusammen mit Koalitionspartnern offenbar ebenfalls die Mehrheit erhielt. Was bedeutet dieser Doppelsieg für die politische und wirtschaftliche Entwicklung Mexikos? Im Wahlkampf standen innen- und sozialpolitische Themen im Vordergrund. Obrador will den Kampf gegen die Korruption im Land führen, die Macht der Drogenkartelle endlich brechen und die Lebensverhältnisse der unteren Einkommensgruppen deutlich verbessern. Dazu will er für höhere Arbeitslöhne und Renten kämpfen und den Süden des Landes, wo sich die Armut konzentriert, mit Infrastrukturprojekten an den Rest des Landes anbinden. Der Handelsstreit mit den USA und die Verhandlungen über die NAFTA waren dagegen kaum Gegenstand von Kontroversen im Wahlkampf. Obrador will…