Regulierungen/Banken

Würgt die Wohnimmobilienkreditrichtlinie das Immobilienkreditgeschäft deutscher Banken ab?

Die europäische Wohnimmobilienkreditrichtlinie soll Bankkunden besser vor Schäden durch mangelhafte Beratung schützen. Das am 21. März in Kraft getretene Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie in Deutschland hat jedoch erhebliche Verunsicherung ausgelöst. Bereits im Januar hatte eine Mehrheit der im Bank Lending Survey befragten Banken angekündigt, ihre Richtlinien für private Wohnimmobilienkredite zu verschärfen. In der April-Umfrage – kurz nach Inkrafttreten der Regeln – hat sich der Anteil der Banken, die restriktiver vorgehen wollen, dann auf über 34 Prozent erhöht. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Befragung vor 14 Jahren.  Nach den neuen Regeln gilt ein Immobilienkreditkunde nur dann als kreditwürdig, wenn es wahrscheinlich ist, dass er den Kredit vollständig bedienen kann. Die Bank darf bei der Kreditwürdigkeitsprüfung nicht vor allem auf den Immobilienwert oder eine erwartete Wertsteigerung abstellen. Das klingt vernünftig. Die Praxis bereitet jedoch Probleme. Zum Beispiel wird es für ältere Kreditnehmer mit niedrigem Einkommen schwieriger, Kredit für…