Rubel

Russischer Rubel: Der Wind hat sich gedreht

Nachdem sich der russische Rubel in den vergangenen Monaten auf breiter Front unauffällig seitwärts bewegt hat, geriet er Anfang August unter spürbaren Abgabedruck. Diese Verunsicherung der russischen Landeswährung ist maßgeblich auf das zeitliche Zusammentreffen zweier Ereignisse zurückzuführen: Der verschärften US-Sanktionspolitik sowie der massiven Abwertung der türkischen Lira. Unserer Ansicht nach wäre der Rubel gut beraten, sich in den kommenden Monaten auf anhaltenden Gegenwind einzustellen. Anlass zu dieser Einschätzung geben uns in erster Linie die Anfang November in den USA anstehenden Kongresswahlen. Wir gehen davon aus, dass die USA in deren Vorfeld weiter eine harte Sanktionslinie gegenüber Russland fahren werden. Neben der Ungewissheit, mit welchen weiteren Strafmaßnahmen sich die russische Wirtschaft sowie die dortigen Finanzmärkte noch konfrontiert sehen könnten, dürfte dem ohnehin angeschlagenen Rubel in den Herbstmonaten zudem die zunächst noch präsente Lira-Problematik und damit verbunden, das massiv eingetrübte EM-Sentiment, zu schaffen machen. Obwohl der Rubel im weiteren Jahresverlauf einen eher…