Schottland

Schottisches Referendum die Zweite?

Die seit 1707 bestehende Union zwischen Schottland und England stand von Anfang an unter keinem guten Stern: die Schotten waren bankrott und mussten der Union aus rein finanziellen Gründen zustimmen. Eine gleichberechtigte Partnerschaft sieht sicherlich anders aus. So verwundert es auch nicht, dass die Schotten immer wieder gegen die Übermacht des britischen Parlaments aufbegehrten. Als durchaus erstaunlich ist dagegen wohl eher das Ergebnis des ersten schottischen Unabhängigkeitsreferendums (2014) zu bezeichnen, welches mit einer Mehrheit von 55% zu 45% zugunsten der Union ausfiel. In den Jahren seit dem Referendum hat sich die Stimmung in Schottland allerdings zusehends gewandelt. Auslöser hierfür war nicht zuletzt das britische EU-Referendum. Während sich in England und Wales die Mehrheit der Wähler für den Austritt aus der EU aussprach, konnte das Remain-Lager in Schottland eine deutliche Mehrheit von 62% verbuchen. Nicola Sturgeon, seit 2014 Erste Ministerin Schottlands, kämpft seither um ein zweites Unabhängigkeitsvotum. Jüngsten Berichten zufolge gibt…