Trump

Inflationsausblick 2017: Gefahren durch Ölpreis oder Trump?

Selten hat es am Anfang eines neuen Jahres so viele und so große Unsicherheiten gegeben. Eine besonders wichtige Frage ist in diesem Zusammenhang, welchen Wirtschaftskurs der künftige US-Präsident Trump am Ende tatsächlich einschlagen wird. Zusätzliche Unsicherheiten sind der Ölpreis und der Ausgang vieler wichtiger Wahlen in Europa. Vor wenigen Tagen hat sich die OPEC zum ersten Mal seit fast 10 Jahren wieder auf eine Erdöl-Förderkürzung geeinigt. Das Ziel ist vor allem, die übervollen globalen Lagerbestände abzubauen. Diese lasten schon seit Längerem auf dem Rohölpreis. Allein die Ankündigung wirkte sofort: Die Aussicht auf ein verringertes Öl-Angebot hat die in den Vorwochen kräftig gefallenen Rohölpreise wieder sprunghaft ansteigen lassen. Brent- und WTI-Rohöl kletterten in den ersten Dezembertagen um mehr als zehn Prozent auf zuletzt über 50 US Dollar pro Barrel. Rohölpreisveränderungen auf dem Weltmarkt schlagen sich üblicherweise recht schnell an den Zapfsäulen und bei den Heizölhändlern in Deutschland nieder. Bedeutet der jüngste…

Müssen wir uns wegen Trump Sorgen machen?

Gegen alle Erwartungen hat Donald Trump die Wahl gewonnen. Er wird im Januar der 45. US-Präsident. Es ist offensichtlich: Trump ist anders als seine Vorgänger und er wird sicherlich auch anders regieren. Damit wächst jedoch die Sorge, dass Trump nicht nur die USA, sondern auch die westliche Welt in größere Probleme stürzt. Doch, müssen wir uns tatsächlich Sorgen machen? Donald Trump hat nicht die meisten Stimmen erhalten. Doch das ist in den USA auch nicht notwendig. Auf Grund des Wahlsystems hat derjenige die Wahl gewonnen, der die Mehrheit der Wahlmänner auf sich vereinigt. Und hier liegt Trump haushoch vorn. Sollte das noch immer nicht finale Ergebnis von Michigan bestätigt werden, hat Trump 306 Wahlmänner für sich gewonnen und Hillary Clinton nur 232. Ein Sieg, der nicht alle Amerikaner begeistert. Seit der Wahl gibt es in den USA jede Nacht Demonstrationen gegen den künftigen Präsidenten, ein bislang einmaliger Vorgang. In sein…

Trump ist neuer US-Präsident – seine Pläne und was daraus wohl wird

Donald Trump hat bei der US-Wahl 290 Wahlmännerstimmen errungen, „nur“ 270 wären erforderlich gewesen. Damit wird er der 45. Präsident der Vereinigten Staaten und zieht am 20. Januar ins Weiße Haus. Das Ergebnis eines insgesamt sehr spannenden und teilweise sehr unsachlichen Wahlkampfes bestätigt die Gesetzmäßigkeit, dass mit dem Ende der achtjährigen Amtszeit eines Präsidenten meistens ein politischer Wechsel stattfindet. Auch dieses Mal wurde der Parteiblock abgewählt, der den vorherigen Präsidenten gestellt hatte. Die Mehrzahl der Wahlberechtigten traut es also eher dem republikanischen Kandidaten zu, für stärkeres Wirtschaftswachstum und auch für stärkeres Lohnwachstum zu sorgen. Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass die republikanische Partei unverändert in beiden Kammern des Kongresses die Mehrheit der Abgeordneten stellt. Mit der vollen Mehrheit im Kongress im Rücken hat der amerikanische Präsident die größtmöglichen Gestaltungsmöglichkeiten, dies ist seit 1968 bisher nur in zwölf Jahren der Fall gewesen. Dennoch bezweifeln wir, dass die radikalen Äußerungen…

Warum die britische Premierministerin May von einem Wahlsieg Trumps profitieren könnte

Der Wahlkampf in den USA geht in die entscheidende Phase. Wie üblich wurden viele Versprechungen gemacht. Beide Bewerber um die Präsidentschaft wollen nach einem möglichen Wahlsieg die Wirtschaft ankurbeln. Hierzu wollen Frau Clinton und Herr Trump schuldenfinanzierte Fiskalprogramme auflegen. Dabei möchte Trump die Steuern senken und damit den Konsum ankurbeln, während Clinton eher dazu neigt, die Staatsausgaben zu erhöhen. Die fiskalpolitische Ausrichtung soll uns an dieser Stelle aber weniger beschäftigen. Es sind vor allem die Unterschiede in der Außen-, der Handels- und der Sicherheitspolitik, die zwischen Trump und Clinton teilweise sehr groß sind. Clinton steht für eine Außenpolitik, die auf Kontinuität setzt. Unter Clinton als nächster US-Präsidentin wird es keinen Bruch geben, sondern eine Weiterentwicklung, wenn auch mit neuen Schwerpunkten. Dies ist für die Weltwirtschaft eine gute Nachricht, denn wir brauchen mehr freien Handel, nicht weniger. Und wir brauchen auch mehr politische Kooperation und nicht weniger, um den Welthandel nachhaltig…