US-Geldpolitik

FOMC: Geduld, Geduld und nochmal Geduld

Die US-Notenbank hat die geldpolitische Ausrichtung gestern Abend mehr oder weniger unverändert gelassen. Zwar wurde der Zins für die Überschussreserven (IOER) gesenkt, aber die Fed hat diese Modifikation als technische Anpassung bezeichnet. Daher sollte sie nicht als Abkehr vom derzeitigen geldpolitischen Kurs verstanden werden. Und dieser lautet klar und deutlich: Die Fed hat Geduld. Insgesamt gab sich der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, zuversichtlicher bezüglich der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Trotz dieser Äußerungen zeigte das Fed-Statement die Besorgnis der Währungshüter, dass die Inflation auf einem zu niedrigen Niveau liege. So gaben die Fed-Ökonomen zu Protokoll, dass die Gesamtinflationsrate sowie die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie zuletzt gesunken seien und unterhalb des Zielwertes der Fed von 2% verharren würden. Insbesondere die marktbasierten Inflationserwartungen seien sehr niedrig. Auf der Pressekonferenz hat Powell die niedrigen Inflationsraten angesprochen. Er gehe davon aus, dass vorübergehende Faktoren zu dem geringen Preisdruck beigetragen haben. Die globalen Risiken, so gab…

FOMC: gedrosseltes Tempo

Die US-Notenbank hat die vierte Leitzinserhöhung in diesem Jahr vorgenommen und den Leitzinskorridor auf 2,25 bis 2,50% angehoben. Der Zinssatz für die Überschussreserven (IOER) wurde hingegen um lediglich 20 Basispunkte auf 2,40% erhöht. Eigentlich war die Leitzinserhöhung von der Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet worden, wenngleich die impliziten Fed-Funds-Futures zuletzt nur noch eine Wahrscheinlichkeit von knapp 70% für eine höhere Fed-Funds-Rate in diesem Jahr angezeigt hatten. Das Fed-Statement, das direkt nach dem Zinsentscheid veröffentlicht wurde, zeigt zum einen eine leicht vorsichtigere Haltung der US-Notenbank bezüglich der globalen Risiken. Zum anderen spiegelt das Kommuniqué auch die veränderte Erwartung der Währungshüter wider, dass die Fed im kommenden Jahr die Leitzinsen weniger stark anheben wird als bislang erwartet. So rechnen sie für 2019 im Median nur noch mit zwei statt drei Leitzinsanhebungen. Gerade die Vorstellungen der Notenbanker über die weitere geldpolitische Ausrichtung war im Vorfeld des gestrigen Treffens einer der wichtigsten Diskussionspunkte an den…

FOMC: Drei Leitzinserhöhungen in 2018

Gestern Abend europäischer Zeit waren wieder alle Augen auf die US-Notenbank gerichtet. Insgesamt verlief das Tripple aus Fed-Kommuniqué, Projektionen und Pressekonferenz ohne größere Überraschungen. Schon im Vorfeld stand unter den Marktteilnehmern nahezu einhellig fest, dass die Fed den Leitzinskorridor um weitere 25 Basispunkte anheben wird. Diesbezüglich hat die Fed auch geliefert, so dass die Spanne der Fed Funds Rate nun bei 1,50% bis 1,75% liegt. Außerdem hält die Notenbank an ihrem graduellen Kurs weiterer Zinsanhebungen fest. Die Inflations- und Wachstumsprognosen wurden lediglich marginal nach oben angepasst. Die Zinserwartungen der US-Währungshüter, die im Rahmen des sogenannten „Dot-Plots“ abgegeben werden, zeigen für das Gesamtjahr 2018 weiterhin drei Leitzinserhöhungen. Jedoch wurde das Tempo der Zinserhöhungen für die Jahre 2019 und 2020 im Vergleich zu den letzten FOMC-Projektionen nach oben revidiert. Auf der Pressekonferenz gab es zwar kritische Fragen bezüglich der US-Steuerreform und eines möglichen zunehmenden Protektionismus. Powell gab zu Protokoll, dass sehr wohl…