USA Wahlen

Trump löst Kupferrallye aus

Die Wahl Donald Trumps als neuen Präsidenten der USA hat am Kupfermarkt eine regelrechte Preisrallye ausgelöst. Der Preis hat seit dem 9. November um knapp 13% zulegen können. Der Kupferpreis reagiert damit auf die Erwartung des Marktes, dass sich die neue US-Administration verstärkt auf die Umsetzung von Infrastrukturprogrammen konzentrieren wird. Die Ausgaben für die Modernisierung von Brücken, Straßen und Flughäfen sollen deutlich erhöht werden. Im Wahlkampf hat Trump schließlich angekündigt, dass er die von Hillary Clinton dafür vorgesehenen Ausgaben in Höhe von 275 Milliarden USD (gestreckt über 5-Jahre) mindestens verdoppeln will. Viel konkreter wird er nicht. Diese Angaben scheinen dem Kupfermarkt aber auszureichen, um eine solche Preisbewegung zumindest kurzfristig zu rechtfertigen. Da die USA rund 8% der globalen Kupfernachfrage stellen und das rote Metall überwiegend im Bausektor eingesetzt wird, könnte die Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen die Kupfernachfrage in den USA deutlich steigern. Wir gehen davon aus, dass die Politik Trumps kurzfristig…

US Notenbank weiterhin zögerlich

Zwischen Rezessionsängsten und Forderung nach sofortiger Zinsanhebung Die gestern Abend veröffentlichten Minutes der Fed-Sitzung im September offenbarten eine Spaltung des geldpolitischen Rates der US-Notenbank. Drei Mitglieder (George, Mester und Rosengren) stimmten auf der letzten Sitzung sogar für eine sofortige Zinsanhebung. Allerdings war die Mehrheit der Ratsmitglieder der Meinung, dass Sie noch mehr Beweise für einen anhaltenden Anstieg der Inflation benötigen. So zeigte sich die Entscheidung die Leitzinsen unverändert zu lassen als relativ eng, auch da weitere Ratsmitglieder eine Anhebung zeitnah für erforderlich halten. Von den Gegnern einer sofortigen Zinsanhebung, die angesichts der Argumente von Fed-Chefin Yellen angeführt sein dürften, wurde in der weitergehenden Diskussion sogar ein mögliches Rezessionsrisiko eingebracht. Verwiesen wurde dabei auf Fälle in der Vergangenheit, bei denen die Arbeitslosigkeit, wie momentan, nahe oder unterhalb ihres langfristigen Niveaus lag. Eine geldpolitische Straffung hätte dann eine Rezession mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit zur Folge. Auch sehe man angesichts der…