Zentralbanken

US-Notenbank bleibt auf der sicheren Seite

Die US-Notenbank hat die Leitzinsen vorerst im Korridor zwischen 0,25% und 0,50% belassen. Auf der sich anschließenden Pressekonferenz begründete Janet Yellen die anhaltende Pause im Leitzinserhöhungszyklus mit externen Risiken für die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten. Die momentane Entwicklung der Weltwirtschaft und der globalen Kapitalmärkte stellt in den Augen der Fed ein erhöhtes Risiko für die konjunkturelle Dynamik in den USA dar. Insbesondere könnten konjunkturelle Probleme in Japan, China und auch der Europäischen Union das Wachstum in den USA negativ beeinflussen. Damit verschärft der geldpolitische Rat der US-Notenbank die noch im Januar gewählte Formulierung in ihrem Kommuniqué hinsichtlich der Wachstumsrisiken für die US-Wirtschaft. Im Januar wurden die Chancen und Risiken für die US-Wirtschaft nur als nicht mehr als ausgeglichen bezeichnet. In der Stellungnahme zur März-Sitzung wird eine verstärkte Beobachtung der Inflationsentwicklung betont. Dr. Yellen machte auf der Pressekonferenz noch einmal deutlich, dass das FOMC kein Überschießen der Zielinflationsrate von 2,0%…

Die amerikanische Notenbank verlässt der Mut

Aus dem Protokoll der jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der US Notenbank geht hervor, dass Währungshüter die Ansicht vertreten, dass die Risiken bezüglich der US-Konjunktur zuletzt deutlich zugenommen haben. Ein Schwerpunkt der Diskussionen lag auf den möglichen Folgen der jüngst aufgekommenen globalen Konjunkturschwäche und wie stark hierdurch das gesamtwirtschaftliche Wachstum in den Vereinigten Staaten gebremst werden könnte. Sorge bereitet den Fed-Ökonomen zudem die verschärften Bedingungen an den Finanzmärkten. Insgesamt sind sich die Fed-Ökonomen unsicher, welche Auswirkungen diese globalen Entwicklungen auf die US-Wirtschaf zeigen werden. Es wurde jedoch unumwunden festgestellt, dass die Abwärtsrisiken zugenommen hätten. Gleichzeitig sei es jedoch zu früh, um den erwarteten US-Konjunkturverlauf komplett zu revidieren. Solange die Risiken nicht abschätzbar sind, werden die obersten Währungshüter vorsichtig agieren. Aus offensichtlicher Sorge um die wirtschaftliche Stabilität wichtiger Schwellenländer und aufgrund der niedrigen Inflation wird die Fed im März aller Voraussicht nach keine weitere Zinsanhebung vornehmen. Beruhigt sich die Situation in…

Endlich, morgen ist es soweit

Über die morgen anstehende Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank ist alles gesagt worden und man ist sich einig, dass die Finanzmärkte ausreichend auf diesen monumentalen Schritt vorbereitet wurden. Entsprechend unwichtig ist die morgige Entscheidung der Fed auch geworden, außer wenn die Fed sich doch entschließen würde die Zinsen nicht anzuheben. Dies ist jedoch kaum vorstellbar, da sich nun ja auch schon die Bundesbank zum Ende der fast 10 jährigen Null-Zinspolitik in den USA geäußert hat. Für die Entwicklung der Finanzmärkte wird aus meiner Sicht der Ausblick auf die weitere Zinspolitik das entscheidende Element in der Pressekonferenz sein. Mit dem Rückgang des Ölpreises hat sich der Inflationsausblick deutlich aufgehellt. Zudem hat es die ersten Turbulenzen bei den US-Unternehmensanleihen gegeben, was zu einer beträchtlichen Unruhe an den internationalen Finanzmärkten geführt hat. Insgesamt dürfte die amerikanischen Notenbank entsprechend unbestimmte Äußerungen treffen und sich nicht auf einen festen Zinsanhebungspfad festlegen. Vielmehr sollte sie ihre Entscheidungen…

Die US-Notenbank läuft dem Markt hinterher

Mit soliden Wachstumsraten zwischen 2 und 2 ½ Prozent hat sich die US-Konjunktur in den letzten zwei bis drei Jahren zuverlässig aufwärts entwickelt, auch wenn die Dynamik früherer Aufschwünge bislang nicht erreicht werden konnte. Die Inflationsrate liegt derzeit, vor allem aufgrund des schwachen Ölpreises, nur knapp oberhalb der Null-Linie. Die Kernrate allerdings, also die Verbraucherpreise ohne Energie und Nahrungsmittel, bewegt sich stabil zwischen 1,5 und 2 Prozent. Seit dem Jahr 2010 steigt die Beschäftigung in den USA stabil mit rund 1 ¼ Prozent pro Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt stetig. Seit Anfang 2013 ist sie von 8% bis auf 5,1% zurückgegangen, das ist immerhin der niedrigste Wert seit mehr als sieben Jahren. Diese Quote liegt um mehr als einen Prozentpunkt unter dem langjährigen Mittelwert, selbst in früheren Phasen der Hochkonjunktur wurde die 5-Prozentmarke zumeist nicht für längere Zeit unterschritten. Dass der Erholungstrend am US-Arbeitsmarkt weiterhin anhält, zeigt auch der Rückgang der…